Tauchreisen Japan - karibisches Taucherparadies Okinawa

Japan steht bei kaum einem Europäer bislang auf der Tauchreise-Liste. Dabei findet sich ganz im Süden des langgestreckten Archipels ein subtropisches Urlaubs- und Taucher-Paradies. Mit perfekten Stränden und smaragdblauem Meer, dichten Dschungeln, einer reichen Tier- und Unterwasserwelt. Die Rede ist von Okinawa und den Inseln und Inselchen zwischen Ostchinesischem Meer und Pazifik.

Tauchreisen nach Japan führen in abwechslungsreiche Unterwasserwelten. Der warme Japanstrom und die geschützten Riffe machen die Gewässer im Süden des Inselreichs zu einem hervorragenden Lebensraum für Korallen, blitzende Fischchen und allerlei Kleingetier. Mancherorts kann man auch mit der Prominenz der Meere tauchen, darunter Mantas und Haie. Besondere Eindrücke sammelt man an Wracks, in Höhlen und am wohl bekanntesten Tauchspot Japans, den mystischen Felsformationen der Insel Yonaguni.

Japan hält mit Okinawa alles bereit, was man für eine Urlaubs- und Tauchreise benötigt. Hinzu kommen kulturelle Schätze und historische Stätten, eine sagenhafte kulinarische Tradition und ein Inselvolk, das an entspannter Freundlichkeit seinesgleichen sucht.

Tauchreisen ins karibische Japan – Okinawa

Okinawa ist die südlichste Region Japans; sie umfasst 161 kleine und große Inseln, die sich über eine Länge von mehr als 400 Kilometern verteilen. Japans Kernland und Tokio liegen in Okinawa nicht nur geografisch in weiter Ferne. Über Jahrhunderte war Okinawa das von Japan unabhängige Königreich Ryukyu, daher nennt man die Inseln auch heute noch Ryukyu-Inseln. Hier verbanden sich chinesische und japanische Einflüsse und es formte sich eine Mentalität und Kultur, die selbst auf japanische Urlauber leicht exotisch wirkt. Der Reiz dieser Provinz liegt unter anderem in dieser besonderen Mentalität der Insulaner.

Kultur und Mentalität Okinawas - etwas anders als im Rest Japans

Die Hauptinsel Okinawa Honto im Norden besticht mit herrlichen Stränden und vielerorts städtischem Ambiente und kulturellen Schätzen aus dieser Jahrhunderte alten Geschichte. Vieles davon wurde in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen, so z.B. die Burg Shuri-jo im Stil eines chinesischen Palasts und das Shureimon-Tor in Naha, der Hauptstadt Okinawas.

Insgesamt leben nur etwa 1,1 Millionen Menschen in Okinawa – und nirgendwo sonst auf der Welt leben sie länger. Das hat neben dem etwas gemächlicheren Lebenswandel mit der Küche Okinawas zu tun. Nuchisugui wird sie genannt, was übersetzt in etwa „Medizin des Lebens“ bedeutet. Die japanische Esskultur, wie man sie heute kennt und schätzt, kommt zu einem großen Teil aus Okinawa. Will man diese Region Japans kennenlernen, sollte man seine Tauchreise in jedem Fall zu einer kulinarischen Tauchreise machen.

Die Küche Okinawas Nuchisugui - Medizin des Lebens

Tier- und Pflanzenwelt Okinawas

Nur etwa 40 der 161 Inseln sind ständig bewohnt und je weiter man sich von der Hauptinsel entfernt, desto ursprünglicher wird die Natur. Neben der Hauptinsel Okinawa Honto gibt es drei weitere Inselgruppen. Westlich davon Kerama, etwas weiter im Süden liegen die Miyako-Jima Inseln und im südlichsten Teil Japans die Naturparadiese der Yaeyama Inseln.

Die größeren Inseln sind meist vulkanischen Ursprungs, hügelig bis gebirgig in ihrer Gestalt und von dichten Regen- und Mangrovenwäldern überzogen. Die kleineren sind in der Regel eher flach und aus Hartkorallen entstanden. Durch das subtropische Klima, bei dem die Temperaturen kaum je unter 20 Grad sinken, und ihre Abgeschiedenheit entwickelten sich auf den Inseln einige endemische Lebewesen – Galapagos-Feeling in Ostasien.

Naturparadies der Yaeyama Inseln | Japan

Viele Gegenden Okinawas stehen unter Schutz, mehrere gehören sogar zum UNESCO Weltnaturerbe. Über die gesamte Inselkette verstreut gibt es besondere Arten von Papaya, Lilien, Hibiskus, Zedern und Palmen. Die Insel Irimote wurde fast vollständig unter Naturschutz gestellt. In ihren abgeschiedenen Berggegenden hat man in den 1970er Jahren die Iriomote-Wildkatze entdeckt – eine nur hier beheimatete Art, von der es nur noch 50 bis 60 Tiere gibt. Vor allem auf Irimote sollte man sich (neben Tauchen und Faulenzen) auf Trekking- und Bootstouren mit Amazonas-Flair wagen.

Tauchen Japan | Okinawa

Die Unterwasserwelt des südlichen Japans erinnert ein wenig an die Tauchreviere Palaus und Yaps. Durch den warmen Japanstrom hat sich in den Gewässern eine beachtliche Artenvielfalt entwickelt, mit Hunderten von Korallenarten, farbenfrohen Fischen und vielen anderen Bewohnern, die sich die Riffe als Lebensraum erkoren haben. An zahlreichen Stellen taucht man auch mit Großfisch, Mantas, verschiedenen Haiarten und Schildkröten.

Der Reiz des Tauchens in Japan liegt vor allem im Abwechslungsreichtum der Tauchplätze, für jedes Erfahrungslevel gibt es den richtigen Spot. Auch diejenigen, die keine Tauchlizenz haben, können beim Schnorcheln in den flachen Gewässern viel entdecken

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Tauchen Japan - Okinawa

Neben den tierischen und pflanzlichen Sehenswürdigkeiten unter Wasser gibt es in Okinawa einige Wracks zu betauchen, die Überbleibsel aus dem Pazifikkrieg. Höhlen und Grotten gilt es unter anderem an den Miyako Inseln zu erforschen. Etwas Einzigartiges – und hier ist ein Superlativ angebracht – findet man am südwestlichsten Punkt Japans, das riesige Fels-Monument Yonagunis.

Unterkunft und Tauchbasen Japan

Für Tauchreisen nach Japan gönnt man sich am besten den Aufenthalten in einem der Hotels und oder einer kleinen Pension. Japans Tauchreise- und Urlaubsparadies bietet zahlreiche Unterkünfte verschiedener Komfort- und Preisklassen. Nur selten sind die Unterkünfte mit einer eigenen Tauchbasis auf dem Gelände ausgestattet, die Transfers zu den Basen finden jedoch mit japanischer Zuverlässigkeit und Freundlichkeit statt.

Auf fast allen Inseln befinden sich gut ausgestattet PADI-Tauchbasen mit umfangreichen Kursangeboten. Um die jeweiligen Inseln liegen meist viele Tauchspots; zu weiter entfernten Gebieten gelangt man in Tagesausflügen. Einziges Manko: Manchmal wird in den Unterkünften und Tauchbasen nur Japanisch gesprochen.

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Klima und beste Reisezeit Japan

Japan wird mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von 3.000 Kilometern in mehrere Klimazonen aufgeteilt. In den Tauchgebieten Okinawas herrscht subtropisches Klima – mit milden Wintern und heißen Sommern. Nur im Januar und Februar kann das Thermometer unter die 20 Grad Marke sinken. Wer die etwas kühleren Temperaturen aber in Kauf nimmt, hat vor Yonagunis Küste die besten Chancen darauf mit Hammerhaien zu tauchen.

Im Herbst treffen häufig Taifune auf die Küsten, jedoch sind sie meist nur schwach. Die beste Zeit für Tauchreisen nach Japan ist zwischen April bis September. Leider beginnt Hanami, die Kirschblüten-Zeit mit ihren Festen und Traditionen im Süden Japans bereits Mitte Januar – also nicht während der besten Monate für Tauchreisen.

Tauchreisen an Japans karibisches Ende - Okinawa

Anreise

Okinawas Knotenpunkt ist der Naha International Airport. Reist man aus Deutschland bzw. Europa an, nutzt man am besten die täglichen Verbindungen über einen der internationalen Flughäfen auf den Hauptinseln (11 bis 12 Stunden) und fliegt dann weiter nach Naha auf Okinawa Honto (2 bis 2,5 Stunden). Naha verbinden Fähren und Inlandsflüge mit den anderen Inseln.

Vor allem für die abgelegenen Yaeyama-Inseln bietet sich ein Inlandsflug in einer der kleinen Propellermaschinen an. Ab Tokio und Osaka gibt es zudem Direktflüge zu den Inseln Ishigaki und Miyako (3 bis 3,5 Stunden). Insgesamt muss man für die Anreise etwa 15 bis 16 Flugstunden einplanen.

 

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Foto-Galerie Tauchreisen nach Japan Okinawa

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