Tauchreise nach Palau & Yap mit Stopover in Tokio

Auf Palau (Ausgangspunkt Korror) haben wir am ersten Tag eine Landtour gemacht und am Zweiten waren wir mit der in Koro ansässigen Tauchbasis Fish 'n Fins tauchen. Fish 'n Fins haben auch die Landtour für uns organisiert, was sehr angenehm war, da nicht erst noch ein Veranstalter gesucht werden musste. Die Tauchbasis erschien uns gut organisiert und wir hatten das Glück, noch vor der Hochsaison dort zu sein, so dass es wenig Leute hatte.

Am darauffolgenden Tag ging es nach Carp Island. Wir wurden sehr freundlich empfangen und hatten einen tollen Bungalow fast direkt am Strand. Auch diese Location war nicht voll ausgebucht, lediglich eine Gruppe Russen mit 12 Leuten leistete uns ‚Gesellschaft‘. Aufgrund ihrer Gruppengrösse wurden sie eigenständig beim Tauchen geguidet, sodass uns das Glück zufiel einen eigenen Guide sowie ein Boot für uns zu haben. Nach ein paar singenden Nächten fuhr diese Gruppe dann ab und wir hatten die Insel für uns. So wurden wir sowohl kulinarisch über Wasser als auch beim Tauchen unter Wasser verwöhnt. Trotz Vorankündigung von möglichen starken Strömungstauchgängen hatten wir ein gutes Timing mit moderater Strömung inklusive Grossfischen. Highlight war ein Blue-Marlin am Blue-Corner unter Wasser und am nächsten Tag springend über Wasser. Eindrücklich war auch ein Safty Stop inmitten riesiger Fischschwärmen und Mantas am German Channel. Auf den Ausflug zum Jellyfish-Lake haben wir natürlich auch nicht verzichtet. Die Bootstouren zwischen den Inseln mit diesem türkisblauen Meer war jedes Mal faszinierend und ein Genuss. Unser Guide hatte ein Gespür für gutes Timing, sodass es ihm auch bei diesem Ausflug gelang mit wenig Touristen diese seltene Attraktion der harmlosen Quallen bestaunen zu können. Am Transfertag nach Yap hat uns der Shuttle der Carp-divers zuerst  in die Stadt zum Shoppen gefahren, uns später in der Drop-Off Bar abgeholt und dann zum Flughafen gebracht. Ein Service den wir sehr geschätzt haben, da die Aufenthaltszeit am Flughafen ansonsten ziemlich lang gewesen wäre und so der Abschied von Palau mit einem leckeren Essen und guter Stimmung einen guten Ausklang fand.

Wir wissen nicht ob wir in der Hochsaison nach Palau gehen würden, da es bereits jetzt an den bekannten Spots genügend Boote und Taucher hatte (z.B. Blue Hole).

Auf der Insel Yap war trotz dem scheinbar sanften Tourismus schon etwas mehr Betrieb, dennoch war es immer noch recht entspannt. Von der Tauchbasis starteten immer 3-4 Boote am Tag mit ca. 6-8 Tauchern. Hier waren wir mit einer netten Truppe aus Deutschland unterwegs. Wir hatten während dem Tauchen aber auch danach viel Spass und einen guten Austausch, so dass es eine entspannte und erholsame Woche wurde. Das Tauchen war gut. Yap als Treffpunkt der Mantas bekannt enttäuschte uns nicht, an einer Putzerstation haben wir unseren bisher längsten Tauchgang mit 86 Minuten verbracht, dann wurde es auch bei einer Wassertemperatur von 28° langsam etwas frisch. Haie waren fast auf jedem Tauchgang zu sehen, doch die Korallen und Steilwände auf Palau haben uns besser gefallen, auch fanden wir Palau ‚fischreicher‘. Ein tolles Erlebnis auf Yap war auch ein Dämmerungstauchgang bei dem sich die Mandarinfische von ihrer besten Seite gezeigt haben. Das Essen im Manta Ray Bay Resort war sehr gut und die Location und Idee mit dem vorgelagerten ‚Restaurantschiff‘ vermittelte eine tolle Atmosphäre. Der neue junge philippinische Küchenchef gab sein Bestes und hat und so ziemlich jeden Tag überzeugt, auch die Drinks konnten sich sehen lassen;-).

Dann war es mit der Idylle vorbei. Tokio. Hier waren wir in einem Hotel mitten in Shibuya, das direkten Anschluss zum Flughafen hatte. Eine gute Wahl wie sich herausstellte, gleicht das Metro- und Zug-System des öffentlichen Verkehrs auf dem Plan einem doch eher komplexen Strickmuster. Die Leute hier im Ausgangsviertel gaben betreffend Aussehen ihr Bestes und es gab viel zu sehen und zu staunen in dieser Stadt. Trotz der vielen Leute und der für uns etwas fremden Kultur war alles jedoch irgendwie übersichtlich und in vielen Belangen faszinierend.
Die Reihenfolge unserer Reise hat für uns sehr gut gepasst. Zuerst die Tiefenentspannung auf Carp, dann der eher Hotelmässige Betrieb auf Yap und schlussendlich die Übersteuerung der Sinne in Tokio um dann doch völlig entspannt zu Hause anzukommen.
Palau hat uns definitiv sehr gut bzw. besser als Yap gefallen, sowohl über als auch unter Wasser. Die deutschen Tauchfreunde die wir in Yap kennengelernt haben sind zuerst auf Yap um sich für Palau ‚warmzutauchen‘.

Marcel & Sigrid

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