Reisebericht – Mikronesien, Palau

Wir starteten gegen Mitternacht mit dem ICE über Stuttgart nach Frankfurt, in der Hoffnung dort schlafen zu können, da der Abflug in FRA am Morgen war. Leider blieb es bei der Hoffnung, mit dem Schlafen hatte nicht so wirklich funktioniert.

Der Flug mit China Airlines war ein ganz normaler Linienflug. Die Fluggesellschaft war nicht herausragend, aber ich würde diesen Flug immer wieder nehmen. Die Verpflegung und der Service waren OK.
Am Flughafen in Taipeh hatten wir leider einige Stunden Aufenthalt, die wir sehr angenehm im Ankunftsbereich verbracht haben. Dort hätte man auch kostenfrei Duschen können, wenn man darauf vorbereitet gewesen wäre. Wir fanden ein „Kino“ im dem ein älterer Film lief, es bequeme Sessel und Massagesitze gab. Beim Kauf einiger Getränke wurden uns dann auch Münzen für die Massagesitze spendiert, die wir dann kostenfrei nutzen konnten. Von dort ging es dann durch eine „normale“ Tür in den Abflugbereich im Stockwerk darüber, in dem es extrem belebt und laut war, da dort alle Passagiere auf den Weiterflug warteten.

In Palau angekommen, verbrachten wir die ersten Tage im „Rose Garden Resort“ mit einer Schönen Aussicht über die Bucht.

Dort gab es zum Frühstück etwas Auswahl und Tagsüber verbrachten wir eh beim Tauchen. Das Abendessen im Resort war OK, jedoch wurden dort auch gerne Feiern abgehalten, welches die Lautstärke etwas anhob. Wir ließen uns dann meistens in die Stadt fahren, wo wir dann beim Inder oder im Krämers essen waren und man danach wieder zurückgefahren wurde.

Tauchen auf Koror
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Wir hatten bei Tom bereits einige Tauchgänge im Voraus bei Fish ´n Fins gebucht. Wir wurden Morgens von dort abgeholt und Abends wieder zurück ins Hotel gebracht. Leider hatten wir das „Glück“ einen etwas unmotivierten Guide zu bekommen, welcher leider nur durch sein Betelnusskauen auffiel, jedoch dadurch beim Briefing eigentlich nicht mehr zu verstehen war.
Man merkt das diese Tauchbasis mit vielen Tauchgästen umgeht, da dort Morgens teilweise 7 Boote ablegten als wir dort waren. Man versucht zwar immer die unterschiedlichen Tauchgewohnheiten zu berücksichtigen, aber man ging nicht unbedingt auf die Wünsche der Taucher ein. Man muss jedoch das Wetter berücksichtigen, so war zum damaligen Zeitpunkt nicht unbedingt an Tauchen im Außenbereich der Lagune zu denken, da der Seegang  das Auffinden der Gäste tlw. unmöglich machte. Die Basis arbeitet professionell, aber es war eher „Rudeltauchen“.
Wir entschieden uns dann noch einen Tag mehr in Koror zu tauchen, da wir die Tauchplätze und den Großfisch toll fanden. Diese wurden uns dann mit 80 USD/TG zusätzlich in Rechnung gestellt. Sprich es wurden keine Paketpreise weiterberechnet, wie es viele andere Tauchbasen machen.

Am Folgetag war dann unser Transfer nach Peleliu, ins Dolphin Bay Resort

Ein liebevoll eingerichtetes und gepflegtes Hideaway.  Tolle Bungalows und gutes Essen gehörten auch dazu. Das Frühstück war gut und man konnte problemlos Wünsche äußern. Dort gab es jeden Abend traumhafte Sonnenuntergänge, die aber dadurch getrübt wurden, das man nach 17-00 Uhr Ortszeit nicht ohne Mückenschutz unterwegs sein sollte, da dann die Sandfliegen kamen…

Tauchen auf Peleliu:
Das Tauchen war hier eher geprägt durch die Wünsche der Gäste. Leider stand zum damaligen Zeitpunkt nur ein Guide zur Verfügung, der 2. hatte gerade Urlaub, da Nebensaison war. Dadurch waren es doch bis zu 8 Taucher zusammen, was tlw stören konnte, falls es Leute dabei hat, welche nicht teamfähig sind. So hatten wir eine nette Dame, welche immer Ihre Actioncam auf einem langen stick so weit vor die anderen Taucher streckte, dass  die Haie eben nicht näher als zu Ihrem Sicherheitsabstand zur Kamera kamen und dann auch immer in den Fotos zu sehen war. Aber für die weiteren Gäste kann weder der Veranstalter noch das Resort etwas…

Das Tauchen von Peleliu aus hat viele Vorteile im Vergleich zu Koror.

  1. Es werden die meisten Tauchplätze vor Koror mit angefahren (Außer die nördlichen, z.B.  Ulong usw, da diese zu weit weg sind)
  2. Blue Corner usw. sind von hier aus viel schneller zu erreichen und wenn man zur gleichen Zeit wie in Koror wegfährt, ist man immer alleine vor Ort…
  3. Man kann die lokalen Tauchplätze um Peleliu betauchen, welche durch schöne Strömungstauchgänge mit viel Haien glänzen

Generell gilt:
Strömungstauchen mit viel Großfisch, man sollte doch eine gewisse Erfahrung mitbringen und keine Angst vor Strömung haben (man taucht MIT der Strömung, oder aber man hängt sich ein)Es gibt sehr viel Großfisch und bei Tauchgängen im Außenbereich der Lagune hatten wir keinen ohne Haie.

Zusatzkosten:
Auf Palau muss man in einem drei Wochen Urlaub mehrere Permits kaufen, welche dann auch ins Budget schlagen. Insbesondere, damit man zum Jellyfish Lake darf, benötigt es ein extra Permit, welches nochmals teurer ist.

Die Rückreise von Peleliu nach Koror findet statt, wenn es dem Resort passt, sprich es kann sein das man mehrere Stunden in einer befreundete Tauchbasis verbringt, was sehr langwierig werden kann. Es gibt zwar die Möglichkeit für ein paar Euros in ein benachbartes Hotel ausweichen zu können, jedoch ist dieses auch nicht unbedingt das goldene vom Ei.

Unser Tipp:
Den Urlaub so einrichten, das man Koror ans Ende des Urlaub schiebt, um diesen letzten Stunden an der Basis und danach am Flughafen zu entgehen. Werden wir auch machen wenn wir wieder hinfliegen sollten.

Thorsten & Julia

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