Tauchreisen Papua Neuguinea

Auf Erkundungsreise zu neuen Tauchzielen

Papua Neuguinea ist bekannt für seine unberührte Natur, seine Artenvielfalt, wundervolles Südsee-Flair, seine kulturelle Einzigartigkeit und natürlich für seine traumhaften Tauchreviere. Ende April 2013 machte ich mich deshalb auf, um neue Tauchresorts zu suchen. Von Singapore aus startete ich zu einer meiner beeindruckendsten Tauchreisen der letzten Jahre. Mit insgesamt 7 Flugstunden ging es nach Port Moresby, die Hauptstadt Papua-Neuguineas. Den Zwischenstop vor meinem Weiterflug nutzte ich für eine kleine Stärkung im stylische Hotel Gateway nahe des Airports. Der Shuttle-Bus brachte mich in 10 Minuten zum Hotel und auch wieder zurück. Während der Transfer-Wartezeit sind der Aufenthalt und die Poolnutzung kostenlos. Um 15.15 Uhr ging es mit Air Niugini, der staatlichen Airline von Papua-Neuguinea weiter nach Kavieng im Norden des Inselstaates – beim Landeanflug über Urwald und Vulkane wird einem bewusst, dass man wirklich in einer anderen Welt landet.

Walindi Plantation Resort - Bungalow | © Tom Ruprich Orca beim Schnorcheln - bei Lissenung Island | © Tom Ruprich Palmen, Strand und Meer - Lissenung Island Resort | © Tom Ruprich Zero Fighter - Kimbe Bay | © Tom Ruprich Strand - Lissenung Island - Papua Neuguinea | © Tom Ruprich Grauer Riffhai by Bradford | © Tom Ruprich Bungalow - Lissenung Island Resort | © Tom Ruprich

Ich wurde von der sehr netten japanischen Dive Masterin Nozaki am Airport abgeholt. Nach einem kurzen Autotransfer zum Peer, ging es in 30 Minuten mit dem Speedboot zum Lissenung Island Resort mit Ankunft direkt am Sandstrand unter Palmen! Dem folgte die herzliche Begrüßung von Ange und Dietmar, dem Owner-Pärchen. Auf Lissenung verschlägt es einem vor ursprünglicher Schönheit fast die Sprache – absolutes Robinson-Feeling! Türkisblaues Wasser, weißsandiger Strand, Palmen, schöne Bambus-Bungalows mit Terrassen, Sandwege, überall üppiges Grün und wundervolle Blüten, eine große Vielfalt an Schmetterlingen – Tauchurlaub im Paradies! Im Lissenung Island Resort zeigt sich Papua-Neuguinea von seiner besten Seite. Das einheimische Personal ist sehr freundlich, aber doch zurückhaltend. Im Restaurant mit Sandfußboden wurde ich mit sehr leckerer Küche aus regionalen Zutaten verwöhnt; alle essen an einer langen Tafel und genießen die familiäre Atmosphäre. Morgens bietet das Buffet eine schöne Auswahl; mittags und abends gibt es jeweils ein bis zwei Gerichte. Das Lissenung Island Resort – ein wundervolles Tauchhotel zum Wohlfühlen, Ausspannen und Träumen.

Apropos Träumen – ich muss Euch unbedingt von meinen Tauchgängen erzählen! Mit dem Speedboot geht es ganz romantisch entlang einsamer Küsten und Inseln, keine weiteren Taucher sind zu sehen und wieder übermannt mich dieses Robinson-Feeling. Das Tauchen ist unglaublich abwechslungsreich: von Groß- und Schwarmfischen an Peter‘s Patch oder der Albatross Passage über superschöne Korallenhänge und große Artenvielfalt im Makrobereich (Matrix) bis hin zu Kanälen und Steilwänden, an denen Graue Riffhaie, Mobulas und Schulen von Makrelen und Barakudas fast garantiert werden können. Die Tauchgänge sind hier wegen der Strömung allerdings sehr anspruchsvoll. Man muss aber gar nicht so weit fahren – schon das Hausriff beim Lissenung Island Resort bietet eine große Vielfalt. Sehr mystisch sind Tauchgänge zu den geschichtsträchtigen Schiff- und Flugzeugwracks aus dem Pacific-Krieg. Aber nun zu meinem absoluten Highlight: Schnorcheln mit Orcas! Wir hatten am letzten Tag das große Glück und erlebten hautnah eine Gruppe Orcas. Vor Peter’s Patch sind wir ins Wasser und konnten einige Minuten mit einem Weibchen schnorcheln. Ein unvergessliches Erlebnis, das mir heute noch Gänsehaut bereitet!

Mein Fazit zum Lissenung Island Resort: Trotz Paradies-Feeling auf einer abgelegenen Insel, kommt man in einer Familie an und wird vom Betreiber-Paar und seinem Team herzlich aufgenommen. Die Uhren gehen hier anders, alles läuft ganz entspannt und unbeschreibliche Leichtigkeit nimmt einen gefangen – ein Traumurlaub in der Südsee mit Tauchen an einsamen Spots! Absolute Empfehlung!

Aber ich wollte noch mehr Neues sehen und habe am 2. Mai das Tauchresort gewechselt. Morgens ging mein Flug von Kavieng über Port Moresby nach Hoskins un dvon da weiter mit dem Auto in rund eineinhalb Stunden zum Walindi Plantation Resort. Hier begeisterten mich auf Anhieb das glasklare Wasser, die weitläufige Anlage in einem tropischen Park mit tollen Bäumen, sehr schöne, komfortable Bungalows mit Terrasse, ein kleiner Pool – umgeben von einer geschmackvollen Holzterrasse. Der Regenwald reicht hier bis direkt ans Meer und es gibt nur einen kleinen Strand mit dunklem Sand. Nach dem eher ursprünglichen Charme des Lissenung Island Resort, werden das Walinidi Plantation Resort und das dazugehörige Restaurant eher professionell gemanagt. Das Personal ist sehr nett und ausgesprochen gut geschult. Es werden auch Ausflüge ins Hinterland organisiert (Urwald, Vulkane, alte Flugzeugwracks). Zum Resort gehört das komfortable Safariboot MV FeBrina, das ich auch besichtigen konnte.

Für Taucher ist dieses Resort der absolute Traum. Mein persönliches Highlights in der Kimbe Bay waren ganz sicher Bradford und Inglis: Fantastische Riffe mit faszinierender Artenvielfalt, tollen Korallen, großen Schwämmen … einfach unglaublich! Immer zu sehen gab es Graue Riffhaie, Barakudas und Makrelenschwärme. Die Unberührtheit der Natur und der Arten- und Farbenreichtum begeisterten mich bei jedem meiner Tauchgänge aufs Neue. Für mich einer der besten Plätze, an denen ich je getaucht bin!

Mein Fazit zum Walindi Plantation Resort: Tauchurlaub der Extraklasse! Ein super organisiertes Tauchresort und eine Tauchbasis mit hohem Sicherheitsstandard. Sehr komfortable Bungalows in traumhafter Anlage im tropischen Wald. Daumen hoch – meine Empfehlung für alle leidenschaftlichen Taucher!

Am 8. Mai ging es dann am frühen Morgen von Hoskins leider schon wieder zurück nach Port Moresby. Bis zu meinem Anschlussflug nach Singapore hatte ich noch einige Stunden Zeit, die ich mir eingeplant hatte, um das Loloata Resort zu besichtigen, das in nur 25 Minuten vom Airport zu erreichen ist. Nach einem kurzen Autotransfer ging es mit dem Boot zum Loloata Resort. Bei einem kurzen Inselrundgang zeigte mir der Owner Dik Knight, ein australisches Urgestein, die Bungalows, das Restaurant und den Art-Shop. Und wie es der Zufall will traf ich auf Loloata David Benz von „Art & Water Underwaterphotography“ und das Tauchmodel Melanie Schuler. Spontan haben wir einen gemeinsamen Artikel über Papua Neuguina in der Dezember-Ausgabe des Tauchmagazins „Silent World“ beschlossen. Aber nun zurück zum Resort: Das Loloata Resort ist meines Erachtens gut als Stopover-Spot geeignet, da es sehr nah am Airport liegt. Die einfachen Bungalows mit Terrasse – teilweise direkt am Meer – sind zweckmäßig ausgestattet und werden als Duplex-Einheiten oder Reihen-Bungalows angeboten. Selbst getaucht bin ich hier leider nicht, aber es gibt vor allem Critter und Wracks – und auch gute Chancen auf Großfisch.

Mit tollen Erlebnissen, vielen Eindrücken und vor allem neuen Reiseideen im Gepäck fuhr ich mit David und Melanie zurück zum Airport. Mit Air Niugini ging es nach Singapore und von dort mit Singapore Airlines nach München. Papua Neuguinea ist eines der am wenigsten bereisten Länder der Erde, aber definitiv eines der schönsten.

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